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ZEITLICHE STRUKTUR VON SCHERBELN

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INSTALLATION FÜR 15 FENSTER // CYRILL LIM UND MARCEL SAEGESSER

scherbeln

Klang-Licht-Installation für 15 Fenster
Konzept, Realisation Ton: Cyrill Lim und Marcel Saegesser
Realisation Licht: Ruedi Steiner und Daniel Meuter von Lichtbau

Diese Klang-Licht-Installation wurde anlässlich der Museumsnacht Bern 2010 für die Fensterfront der Hochschule der Künste Bern an der Papiermühlestrasse 13 konzipiert.
Die 15 Fenster werden mit je einer Lichtquelle von innen beleuchtet. Die Helligkeit des Lichts der einzelnen Fenster verändert sich über die Gesamtdauer von acht Stunden nach einer bestimmten Struktur, die in Abhängigkeit zur Anzahl der Fenster und der Gesamtdauer steht. Die Struktur der Installation wird somit durch das Gebäude vorgegeben, was zu einer einmaligen, ortspezifischen Arbeit führt, die sich an verschiedenen Gebäuden installieren lässt.
Die sieben Fenster in der untersten Reihe werden zusätzlich mit je einem speziellen Lautsprecher bestückt, der die Scheiben in hörbare Schwingung versetzt.
Als Klangmaterial werden Sinusschwingungen verwendet, deren Tonhöhenverlauf auf derselben Struktur beruht, durch die auch das Licht gesteuert wird. Die Ausgangsfrequenz, die zugleich die Eigenresonanz der Fensterscheiben ist, wird als tiefste Tonhöhe definiert. Zu Beginn jeder zweistündigen Periode treffen sich die sieben Klangquellen in dieser Ausgangsfrequenz. Nach jeweils einer Stunde bilden die sieben Tonhöhen einen festgelegten Akkord. Da sich jede Klangquelle in einer individuellen Geschwindigkeit von der Ausgangsfrequenz zur Akkordfrequenz hin entwickelt, ergibt sich ein sich stetig wandelnder polyphoner Klangteppich.

Erstaufführung am 19. März 2010 anlässlich der Museumsnacht Bern.